an-denken

Pfarrer Johannes Scholl

Wenn ich in diesen Tagen bei mir in der Zirndorfer Strasse entlang gehe, strahlt und blinkt es in der dunklen Nacht. Bäume sind verziert, Geländer umwickelt, Fensterrahmen geschmückt und Regentropfen blinken von den Fenstern. Die zahlreichen Lichterketten erinnern uns daran, es ist eine besondere Zeit angebrochen. Sie sind für mich Ausdruck der Sehnsucht von Menschen nach Licht, Wärme und Freude. Menschen sehnen sich nach Licht und wollen für andere ein Licht sein!
So eine Lichterkette macht ganz schön viel Licht - ökologisch sicherlich nicht das Gelbe vom Ei -, aber ein Symbol für das, was Advent bedeutet.
Wir Menschen können für andere zum Licht werden. Wir können mit helfen, dass es für andere Menschen wieder hell und lebenswert in ihrem Leben wird. Die Aktion "Brot für die Welt" oder auch unsere Nürnberger Tageszeitung mit "Freude fär alle" sind solche grossen Lichtbringer für unsere Mitmenschen. Aber auch im Alltag können wir viel tun und manchmal ist das viel einfacher als wir denken. Es reicht schon, dem kranken Nachbarn einmal den Bürgersteig vom Schnee zu befreien. Schon strahlt in sein Leben ein kleiner Lichtschein! Und uns selber geht es dabei auch gut.

"Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt." In wenigen Tagen leuchten auch in unseren Wohnzimmern die Lichterketten am Christbaum oder einem Weihnachtszweig. Wir feiern das Fest der Geburt Jesu. Wir feiern das in der Heiligen Nacht, weil sie von dem Licht Gottes erhellt wurde. Sein Licht erhellt unser Leben und wir können es hinaustragen in die Welt, die dann ihre Kälte und ihre Dunkelheit verliert.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine lichte, eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

 

Johannes Scholl

Letzte Änderung am 02.12.2011, Autor: Pfarrer Thomas Braun, Kontakt siehe Pfarramt